Bouldern im Zillertal

Wir haben diesen Deal für Dich gefunden

Wer die Boulder-Szene etwas kennt, weiß, dass neben Fontainebleau, Magic Wood, auch das Zillertal ein Boulderparadies mit zahlreichen Gebieten ist. Letzten Sonntag war es dann endlich so weit, mit zwei anderen Freunden und dem erst kürzlich erworbenen Boulderführer “Zillertal - Klettern und Bouldern” machten wir uns auf den Weg Richtung Mayrhofen. Dank unserer guten Planung, haben wir komplett verpennt, dass an diesem Wochenende in fast allen Bundesländern die Ferien begannen…

So erreichten wir erst um 15 Uhr unser angezieltes Gebiet “Ginzling Wald” mit insgesamt 25 Blöcken. Wie der Name schon erahnen lässt, liegt dieses Gebiet vollständig im Wald, weshalb es gerade für warme und sonnige Tage ideal geeignet ist. Speziell im 6er Bereich finden sich hier zahlreiche Probleme. Die Blöcke waren hier alle gut zugänglich, auch war das Absprungsgelände durchweg gut - das Gebiet ist sehr zu empfehlen!

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Nach einem leckeren, aber teuren Essen beim Italiener in Mayrhofen sind wir hoch in den Zillergrund zu dem auf 1270 Metern Höhe gelegenem Gasthaus “In der Au” gefahren. Dort kann man im Bettenlager für 12,00€ inklusive Frühstück preisgünstig übernachten. Zudem hat das Gasthaus den großen Vorteil, dass man von hier relativ einfach und schnell in andere Boulder-Gebiete kommt.

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Wir wanderten am 2. Tag zu wohl einem der bekanntesten Gebiete im Zillertal – dem “Sundergrund”. Von dem Gasthaus In der Au läuft man ungefähr 30-40 Minuten zu dem Gebiet. Dort angekommen erwarten einen 37 Blöcke verteilt auf Weiden und am Wegrand. Während dem Bouldern wird man von zahlreichen Kühen bestaunt/(gestört). Dieses Gebiet ist mit Boulderproblemen im 5er Bereich zudem mehr Anfängerfreundlich. Aber auch die “Profis” kommen bei den Klassikern wie dem “Moonwalk” oder dem “Hotel California” ins Schwitzen. Einziger Nachteil an diesem Gebiet ist, dass es fast keinen Schatten gibt. Da wir aber einen eher wolkigen Tag erwischt hatten, störte uns das wenig.

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Als wir uns gerade auf dem Heimweg zu unserem Bettenlager befanden, entdeckten wir am Wegrand noch einen schönen Block. Nur leider gefielen den Kühen unsere Pläne nicht so wirklich…

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Als Resümee kann man feststellen, dass dieses Gebiet nahezu perfekt ist – viele Schwierigkeitsstufen, gutes Absprunggelände und coole Boulder. Einzig bei zu warmen und sonnigen Wetter sollte man das Gebiet vermeiden, da sonst die Finger doch relativ schnell rutschig werden.

Am dritten und leider schon letzten Tag gingen wir in das relativ große Gebiet “Zillergrund Wald”. Dieses Gebiet setzt sich aus zwei kleineren Gebieten zusammen und beherbergt zusammen über 155 Blöcke. Leider sehr viele in den höheren Schwierigkeitsgraden 7 und 8. Ein weiteres großes Problem stellte der Zugang zu den Blöcken dar. So fanden wir nur schwer vorgegebene Pfade und quälten uns die meiste Zeit mit den großen Crashpads am Rücken weglos durch den Wald. Ein zweites großes Problem war das Absprungsgelände. So ist der Waldboden in diesem Gebiet voller Löcher und Spalte, was ein sicheres Bouldern natürlich erschwert. Da unserer Finger aber eh schon größtenteils kaputt waren, machte uns dieser Umstand relativ wenig aus und wir machen uns Nachmittags schon auf die Heimfahrt.

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Sogar die Profikletterer und –boulderer von Marmot waren bereits in diesem Jahr im Zillertal und haben darüber ein interessantes Video gedreht: