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Unser Blog des Monats: Bunterwegs.com

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Über Bunterwegs


Bunterwegs – Die Zusammensetzung der beiden Wörter Bunt und Unterwegs beschreiben Jessie wohl sehr gut, denn sie liebt es, draußen unterwegs zu sein sowie Kunst in Form von Streetart. Außerdem ist Jessie auch als Illustratorin und Künstlerin tätig. Auf ihrem Blog berichtet sie über das Reisen, Outdoor-Aktivitäten, Lifestyle-Themen wie zum Beispiel Zero Waste sowie ihr wohl größtes Projekt, welches man über den Hastag #BUNTERWEGS2NEPAL verfolgen kann. Bei diesem Herzenswunsch machte sich Jessie zu Fuß von Hamburg aus auf den Weg ins ferne Nepal – und zwar ganz allein. Mutig und bewundernswert, finden wir und verfolgen Jessies Reise via Twitter, Facebook & Co ein wenig mit. Mit ihren wunderschönen Fotos spannender Orte weckt sie unsere Reiselust sowie das Fernweh!

Zwischen dem ein oder anderen Stopp hat Jessie ein paar freie Minuten gefunden, um unsere 10 Fragen an Bunterwegs zu beantworten. Wie sie sich selbst beschreiben würde und was Heimat für sie bedeutet, lest Ihr im Interview.

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Jessie von Bunterwegs

10 Fragen an Bunterwegs:


Mit welchen drei Worten würdest Du Dich beschreiben?

(Liebevoll) verrückt, vielseitig, neugierig.

Was fasziniert Dich am Reisen und an der Kunst?

Am Reisen fasziniert mich, dass man immer Neues entdeckt. Du lernst Menschen kennen, andere Kulturen und Lebensweisen. An der Kunst – bei mir im speziellen die Street Art – finde ich spannend, dass man unabhängig von Alter, Geschlecht und Sprache seine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen kann. Oder einfach andere unterhalten.

Du bist sehr viel unterwegs... Reist Du auch nachts in Deinen Träumen? Wenn ja, wohin?

Um ehrlich zu sein, kann ich mich schon seit längerem morgens nicht an meine Träume erinnern.
In meinen Tagträumen reise ich aber! Nach der Wanderung von Hamburg nach Nepal paddel ich mit einem Kanu um Skandinavien und mache eine Wanderung von Deutschland bis Portugal. Eigentlich habe ich zu viele (Reise) Träume. Kann man überhaupt zu viele haben?

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On the Road

Welche Reisetour hat Dich besonders geprägt und warum?

Geprägt hat mich meine erste Backpacking-Tour nach Thailand. Nicht, weil du als Backpacker günstig unterwegs bist, sondern weil das Backpacken eine andere Art des Reisens ist und du viel näher an den Menschen, an dem Land und der Kultur bist. Mit dieser Reise habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt. Es hat meine Neugier auf die Welt verstärkt und mir ständiges Fernweh gebracht.

Was war bisher Deine außergewöhnlichste Erfahrung auf einem Deiner Trips?

Eine Schlange um den Hals gelegt zu bekommen … umittelbar vor mir einen Rotwild-Wechsel mitzuerleben … dass in Indien Fotos gemacht werden, als ob man ein Star ist … jeder Trip hat für mich etwas Außergewöhnliches, das ihn am Ende besonders macht.

Was darf bei einer Reise auf gar keinen Fall in Deiner Reisetasche fehlen und worauf könnest Du verzichten?

Tigerbalm darf auf keinen Fall fehlen. Es hilft bei Mückenstichen, Sonnenbrand, Muskelverspannung und Erkältung. Also ein Allround Talent. Worauf ich verzichten könnte? Gar nicht so einfach, weil das ja erst gar nicht in meinen Rucksack landet. Ich bin ziemlich minimalistisch unterwegs. Nicht, weil es derzeit überall geschrieben oder vermarketet wird, sondern weil ich einfach so bin. Ganz klar hat mich da natürlich auch meine Liebe zum Wandern geprägt, denn nichts ist schlimmer als zu viel Gewicht mit sich herumzutragen.

Wie sieht eine Woche ohne Reisen aus?

Eine Woche ohne Reisen kann ganz unterschiedlich aussehen. Aber meistens stehe ich zwischen 7 und 9 auf. Mache mich bereit für den Tag und schaue, was so ansteht. Entweder arbeite ich an Kundenaufträgen oder an meinen eigenen Projekten. Ich beantworte Emails, erledige den Haushalt und den Einkauf. Steht weniger Arbeit an, plane ich je nach Wetterlage irgendeine Aktivität: Tageswanderungen, Stand Up Paddling oder einen Tag an der Ostsee – oder ich versuche einfach mal zu entspannen.

Du hast schon so viele wunderschöne Ort weltweit besucht... Gibt es auch die ein oder andere Location, die Dich nicht so sehr reizt und wieso nicht?

Nord-Amerika ist so ein Fleck, der mich nicht so reizt. Es gibt zwar den ein oder anderen Wanderweg (Trail), den ich gerne bestreiten möchte und auch die eine oder andere Stadt würde ich gerne sehen. Aber es ist nicht so, dass ich sage: Da muss ich jetzt hin. Warum das so ist, kann ich gar nicht wirklich erklären. Mich zieht es eben eher in die asiatischen Regionen und Länder.

Wer oder was inspiriert Dich?

Es gibt viele tolle Menschen – und vorallem Frauen – die mich inspirieren. Dabei habe ich aber kein Idol oder so etwas in der Art. Mich inspirieren alle Menschen, die den Mut aufbringen, ihren Weg zu gehen, die ihren Träumen folgen. Die Menschen, die ich auf meinen Reisen treffe, inspirieren mich ebenfalls. Und die Reisen selbst. Man entdeckt unterwegs so viele tolle, kuriose aber auch schreckliche Sachen.

Was bedeutet Heimat für Dich?

Heimat ist für mich ein Ort (oder mehrere), an dem ich mich wohl fühle. Dorsten, der Ort wo ich aufgewachsen bin, und Hamburg. Heimat ist für mich ein Ort, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann, an dem ich einfach ich sein kann, an dem ich Ruhe finden und Kraft tanken kann.

Heimat ist für mich:
Familie
Freunde
Freundschaft
Rückzug
Kraft tanken
Zurück zu den Wurzeln

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Jessie und eine kleine Männerrunde der Bundeswehr

 

Wenn wir Jessie mit drei Worten beschreiben müssten, dann wären diese: natürlich, echt und bewusst. Jessie ist eine junge Frau, die mit offenen Augen sowie Ohren durch die Welt geht und ihre Umgebung wirklich bewusst wahrnimmt. Ihr minimalistischer Lebensstil ist vorbildlich und sollte uns allen in dieser konsumorientierten Welt ein Vorbild sein. Wir danken dir, liebe Jessie, an dieser Stelle für ein inspirierendes und spannendes Interview und wünschen dir auf deinem Weg ist einzigartige Nepal eine gute Reise!