Biwak
Wenn Bergsteiger – oder auch Soldaten – von Biwaks und Biwakieren sprechen, dann meinen sie ihr Feld- bzw. Nachtlager. Biwak leitet sich vom französischen Wort bivouac ab und bezeichnet ein Lager im Freien oder das Nächtigen in Zelten oder Hütten. Außerdem gibt es auch sogenannte Biwaksäcke, die wind- und wasserdicht und für den Notfall gedacht sind, sollte sich keine andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Ein Biwaksack kann durch Isomatte und Schlafsack ergänzt und zu einer recht komfortablen Schlafstätte werden, zudem fungiert er als schützende Hülle. Ein Tarp bietet weiteren Schutz vor der Witterung. Der Gipfelbiwak kommt bei Bergsteigern und Kletterern zum Einsatz, die auf oder knapp unterhalb des höchsten Punktes eines Berges nächtigen. Biwakieren ist ein sehr intensives Erlebnis, da man der Natur förmlich ausgeliefert ist und sie hautnah erleben kann.

Es gibt zwei Arten von Biwaksäcken:

  • Ein Biwaksack mit einer einfachen Polyurethan-Beschichtung ist sehr leicht und preiswert zu erwerben. Der Nachteil dieser Variante ist, dass der Biwaksack nicht atmungsaktiv ist und deshalb zu Kondenswasserbildung neigt, wodurch der Schlafsack feucht wird.

  • Ein guter Biwaksack überzeugt mit einer hochwertigen Beschichtung aus PU (Polyurethan) und wird dadurch atmungsaktiver. Hersteller qualitativ hochwertiger Modelle arbeiten mit Gore-Tex, einer wasserdichten und zugleich atmungsaktiven Membran. Sie ermöglicht das Entweichen der Feuchtigkeit aus dem Inneren und hält Nässe draußen. Nachteil bei dieser Variante ist das deutlich höhere Gewicht.


Ein Biwaksack mit geringem Packmaß gehört in jedes Gepäck bei einer Alpin-Tour, um auf mögliche Zwischenfälle oder sogar Unfälle reagieren zu können. Ist eine längere Tour geplant, gehört ein hochwertiges Modell zur Grundausstattung.