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Wandern mit Kindern - Hilfreiche Tipps für unvergessliche Touren

Wandern mit Kindern - Hilfreiche Tipps für unvergessliche Touren
Wandern kann auch den Kleinsten richtig Spaß machen. Damit der gemeinsame Ausflug zu einem einmaligen Erlebnis wird, sind einige spezielle Dinge bei der Planung zu beachten. Wir haben für Euch ein paar Tipps und hilfreiche Ideen gesammelt!

Los geht's: Die Tourenplanung


Wer sich auf schöne Momente in der Natur mit seinen Liebsten freuen möchte, für den ist eine sorgfältige, gemeinsame Tourenplanung das A und O. Bezieht eure Kinder mit ein, denn es macht sie stolz, wenn sie Verantwortung übernehmen und persönliche Wünsche einbringen dürfen. Nichts geht über spielerisches Lernen, wo die Kinder wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Im Kindergartenalter sollte die Tour eine Gehzeit von drei bis vier Stunden nicht überschreiten. Schulkinder schaffen bereits Tagestouren, wenn genügend Pausen zwischendurch gemacht werden und ihre Motivation hoch genug ist. Generell sollte man sich für die Wanderung mehr Zeit als sonst einplanen. Als Faustformel für die Gehzeit mit Kindern gilt: 1,5 x Normalgehzeit für Erwachsene. Überhaupt gilt: ausreichend Pausen einplanen, damit die Müdigkeit keine Chance bekommt und die Kids mit Spaß dabei sind.

Eine Tour mit mehreren Etappenzielen motiviert die Kinder. Ob ein Aussichtspunkt oder eine Mittagspause mit Pommes und Ketchup – es gibt viele Möglichkeiten, die Tour abwechslungsreich zu gestalten. Auch über Highlights wie kleine Felsen zum Klettern, kniehohe Bäche oder Burgruinen freuen sich die Kleinen und Großen. Einfache Wanderungen auf Forststraßen ohne besondere Höhepunkte langweilen die Kids bereits nach wenigen Minuten und lassen jede Tour für die Eltern zu einer wahren Geduldsprobe werden.

Um böse Überraschungen im Gelände zu vermeiden und für jede Komplikation gewappnet zu sein, helfen gute Landkarten und Informationen über die aktuellen Wetterverhältnisse.

Wochenendtouren: Welche Hütte ist für Familien geeignet?


Familienfreundliche Hütten sind für eine Wochenendtour ein wesentlicher Aspekt bei der Planung. Es gibt unzählige Unterkünfte, die vor einer einmaligen Bergkulisse stehen und deren Gäste in eine unvergessliche Naturatmosphäre eintauchen lassen. Bevor man eine Hütte auswählt, empfiehlt es sich, diese auf folgende Kriterien zu überprüfen:

  • Ist die Verpflegung im Preis inbegriffen und ist die Zubereitung der Speisen kindergerecht?

  • Stehen Spiele, Tagesräume für Familien und Hochstühle zur Verfügung?

  • Ist die Umgebung der Hütte geeignet für Spiele?

  • Werden altersgemäße Wandertouren und andere Erlebnismöglichkeiten angeboten?

  • Ist die Kindereignung der Hütten in drei Altersstufen gegliedert (Baby-/Kindergarten-/Schulkindalter)?

  • Ist der Zustieg zur Hütte in verschiedene Etappen gegliedert?


Was muss mit? – Die Packliste


Wenn die Wanderung erst einmal geplant ist, steht das Packen an. Eine Liste hilft, nichts zu vergessen und Gewicht zu sparen. So sind auch die Kleinsten vor Wind und Wetter gerüstet und können die Natur frei entdecken. In ein typisches Rucksackinventar gehört:

Packliste-Wanderung-mit-Kindern

Unverzichtbar: Das passende Schuhwerk


Das neue Jahr ist bereits fortgeschritten und die Kleinen haben schon wieder einen neuen Wachstumsschub hinter sich. Der Outdoor-Schuh passt nicht mehr richtig, ein neues Paar muss her. Da kommt die große Frage auf: reicht ein Multifunktionsschuh oder müssen robuste, stabile Wanderschuhe her? Die Wahl des Schuhwerks ist abhängig vom Gelände und sollte an den Schwierigkeitsgrad der Tour angepasst werden.

Der Multifunktionsschuh ist ein Alleskönner. Er ist leicht, elastisch und bietet den Kindern beim Springen, Hüpfen und Klettern viel Bewegungsfreiheit. Bei einfachen Wanderungen im Flachland reicht dieser Schuh völlig aus. Sobald es ins Gebirge geht und die Wege steiler werden, stößt der Allrounder jedoch an seine Grenzen. Was die Wasserresistenz und Stabilität betrifft, sind Wanderschuhe mit ihrer robusten Bauweise den Multifunktionsschuhen ein Stück voraus. Besonders Wanderstiefel sind in Erwägung zu ziehen, da sie durch ihren hohen Schaft dem Fuß in weglosem Gelände Halt geben und Verletzungen am Knöchel verhindern. Die Schuhe sollten weder zu groß noch zu klein sein, denn so kommt es zu Reibung und schmerzhafte Blasen lassen nicht lange auf sich warten. Die neuen Treter sollten nicht gleich zum Einsatz kommen und stundenlang an empfindlichen Kinderfüßen sitzen, um Druckstellen zu vermeiden. Am Besten ein paar Mal auf dem Spielplatz oder bei kürzeren Spaziergängen durch Wald und Wiesen einlaufen.

Wanderspiele zum Motivieren


Egal wie abwechslungsreich die Tour und das Gelände sein mag – Kinder lassen sich nicht nur mit der Schönheit der Natur begeistern. Hier sind die Eltern als Motivator gefragt, um eine frühzeitige Lustlosigkeit und Fragen wie „Wie weit ist es noch?“ der Kleinen vorzubeugen. Kinder brauchen Ansporn und schlichte Ablenkung, um bei Laune zu bleiben. Neben kleinen Snackpausen und einem längeren Picknick sind Wanderspiele der ideale Begleiter. Hier ein paar Ideen und Anregungen für Zwischendurch:

- Wer sieht zuerst etwas Blaues/Rotes/den nächsten Wanderer/Pilz... ?

- Für ältere Kinder: Pflanzen und Bäume bestimmen, Vogelstimmen erraten, Gesteinsarten erkennen

- Mit verbundenen Augen Dinge aus der Natur ertasten

- Klassiker wie "Ich packe meinen Koffer", "Ich sehe was, was du nicht siehst", "Wer/was bin ich?", "Stein-Schere-Papier"

- Lieder singen

- Wanderstöcke mit den Eltern schnitzen

Nach dem Wandern...


... ist vor dem Wandern! Schließt eure Tour mit einem witzigen Erinnerungsfoto ab, geht Eis essen, oder flechtet für alle einen Sieger-Blumenkranz. Auch ein Lob für die Leistung der Kleinen sorgt für einen großen Motivationsschub für die nächste Wanderung – so steht dem nächsten gemeinsamen Abenteuer in der freien Natur nichts mehr entgegen.